Die amerikanische Mezzosopranistin Jeniece Golbourne verkörpert eine typisch amerikanische Geschichte: als Kind jamaikanischer Einwanderer besuchte sie das Westminster Choir College, wo sie unter der Leitung von Kurt Masur, Wolfgang Sawallisch, Sir Colin Davis und Zdeněk Mácal erste Bühnenauftritte hatte. Es folgte das Studium an der Manhattan School of Music. Hier brillierte sie in den Meisterklassen von Alberto Zedda, Marilyn Horne, Fedora Barbieri, Thomas Hampson und Bo Skovhus. Erste Engagements auf der Opernbühne – u.a. als Carmen – sammelte sie in amerikanischen Opernstudios und freien Produktionen. Doch schnell wurden auch große Opernbühnen und Orchester auf die ungewöhnliche Begabung aufmerksam.
Seit ihrem fulminanten Europa-Debüt am Staatstheater Wiesbaden als Azucena in Verdis „Il trovatore“ ist Jeniece Golbourne Gast an zahlreichen internationalen Bühnen. Insbesondere als dramatischer Mezzosopran in den Opern Verdis brilliert die Amerikanerin. Charaktere wie Azucena, Amneris, Santuzza und Ulrica machten sie schnell bekannt.
Jeniece Golbourne gastierte unter anderem an der Staatsoper Stuttgart, dem Staatstheater Wiesbaden, dem Salzburger Landestheater, dem Anhaltischen Theater Dessau, dem Kroatischen Nationaltheater und der Lettischen Staatsoper.